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Bierkeller im Hotel Kaiser Ferdinand PDF Drucken E-Mail

Die Geschichte des Hauses Nr. 81 (Hotel Kaiser Ferdinand) in der Masaryk Strasse in Loket

 

Hotel Cisar FerdinandAuf einer vom Gesichtspunkt der Verteidigung einmal günstigsten Stelle in der Stadt Loket, wo heute in der Masaryk Strasse das Gebäude mit der Hausnummer 81 steht, sind vom Mittelalter an Gebäude gestanden, die zusammen mit vielen anderen Objekten bei einem großen Brand am 26. Januar 1725 vernichtet wurden. Obwohl ihr früheres Aussehen und die einstige Nutzung nicht belegt sind, ist es wahrscheinlich, dass der Wiederaufbau, der danach für die Gemeinde der brauberechtigten Bürger in Loket und ihre Mälzerei durchgeführt wurde, den ursprünglichen Zustand berücksichtigt hat.


Der Baukomplex, der damals entstanden ist, besteht aus zwei selbständigen Teilen, die mit Walmdach bedeckt wurden. Im ersten Teil, der später in den Jahren 1834 - 1836 bei der Errichtung einer neuen Verkehrsstrasse zwischen dem Stadtplatz und der Kettenbrücke die Front des Gebäudes geworden ist, haben sich Mälzerofen, Sitzungssaal und Räumlichkeiten der verwaltung dre bräuberechtigten Bürger befunden. Der zweite Teil, später der hintere Trakt, wurde von mehreren Stockwerken der Tennenräume ausgefüllt.

 

Seine Funktion hat das Objekt bis zu den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts erfüllt. Am 1.8.1873 wurde die ursprüngliche Brauerrei der brauberechtigten Bürger in Loket von dem reichen Bürger Anton Thum gekauft. Zu dieser Zeit hat er ein neues Gebiet in der Nadrazni Strasse am ehemaligen Rande der  Stadt aufgebaut. Hier ist auch eine neue Mälzerei entstanden, die die ursprüngliche Mälzerei ersetzt hat.

 

Dr. Anton Thum (*25.05.1867 in Kostelni Briza bis +08.03.1940 in Loket), der die Verwaltung des Familienvermögens nach seinem gleichnamigen Vater übernommen hat, hat sich entschieden, in  der alten Mälzerei die ehemaligen Tennenräume in ein Restaurant mit einem grossen Saal umzubauen. Die Baupläne wurden von einem Baumeister aus Loket, Friedrich Dörfler im März 1906 ausgearbeitet. Diese Pläne wurden jedoch nicht umgesetzt, da Dörfler im Mai desselben Jahres einen anderen Plan für die Umbauarbeiten entwarf. Dieser neue Plan sah nur kleinere Innenanpassungen im Frontgebäude der ehemaligen Mälzdarre vor, um als Wohnraum genutzt zu werden. Brauereianlagen

 

Die Erben des verstorbenen Anton Thum, bei Verhandlungen meistens durch dessen Sohn Dr. Anton Thum vertreten, der einer der Initiatoren des im Jahre 1902 errichteten und später berühmten Stadtmuseums in Loket war, haben sich zuletzt geeinigt, die alten Gebäude der Mälzerei abzureissen und an dieser Stelle ein neues Wohnhaus zur eigenen Nutzung zu bauen, da es damals chronisch an gutem Wohnraum in Loket mangelte.

 

Die architektonische Lösung des zweistöckigen Hauses mit Dachraum, einem mit Glockenverdachung aufgehäuften Eckrundturm und einer Reihe von Jugendstilelementen auf der Fassade wurde für die Erben im April 1911 von einem Karlsbader Stadtbaumeister Josef Waldert entworfen. Sein Konzept wurde jedoch noch im März vom Stadtbaumeister Friedrich Dörfler geringfügig überarbeitet. Die Überarbeitung bezog sich auf die Aufteilung im Inneren und reduzierte Details an der Fassade. Die Einsparungen Dörflers an der von Waldert geplanten Fassadendekoration hat das Gebäude, mit dessen Bau im Frühling 1912 begonnen wurde, stilistisch ärmer gemacht. Trotzdem Hat sich die Architektur des neuen monumentalen Hauses sehr harmonisch in die Ansicht der Masaryk Strasse eingegliedert und zählt heute zu den schönsten in ganz Loket.